Mikrotherapie – die moderne Methode zur Behandlung von
Rückenschmerzen und zur Vermeidung von Bandscheibenoperationen

In Deutschland leidet jeder dritte Erwachsene an Rückenschmerzen. Zumeist sind es funktionelle Probleme wie überlastete Bänder, Blockierungen der Wirbelgelenke, die überforderte, durch ständiges Sitzen abgeschwächte Rückenmuskulatur, die zum lästigen Kreuzschmerz führen.

Hier helfen physikalische Maßnahmen wie manuelle Therapie und Osteopathie, insbesonders in unserer Praxis angewandte naturheilkundliche Reflextherapien (z.B. Akupunktur, Triggerpunkttherapie mit dem Spineliner, Fascientherapie mit der Matrixrhythmustherapie nach Randoll, Schröpfen, Baunscheidt-Verfahren, Neuraltherapie, usw.) sowie ein gezieltes analysegestütztes medizinisches Rückenmuskeltraining (z.B. DAVID), functional training oder core performance nach Mark Verstegen oder (Nordic)Walking zum Aufbau der tiefen wirbelsäulennahen Muskulatur.

Nur bei 10-15 % der Patienten sind strukturelle Veränderungen wie z.B. Bandscheibenvorfälle oder entzündete (aktivierte) Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke Ursache der beklagten Beschwerden.

Als Folge von Druck oder sonstiger Irritation einer Nervenwurzel, beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall oder durch verschleißbedingte knöcherne Verengungen in der Nervenverlaufsbahn, können Schmerzen im Rücken und Schmerzen bzw. Sensibilitätsstörungen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs entstehen. Weiterhin kann es durch Überlastung, entzündliche Prozesse oder zunehmenden Verschleiß an den kleinen Zwischenwirbelgelenken bzw. Wirbelgleiten zu heftigen Rückenschmerzen kommen.

Durch bildgesteuerte Rückenschmerztherapie (Mikrotherapie) ist in unserer Praxis eine gezielte und wirksame Behandlung von Rückenschmerzen direkt am Ort des Geschehens als schonende Alternative zu operativen Eingriffen möglich (Prof. Dr. Krämer, Prof. Dr. Grönemeyer). Die neurophysiologischen Grundlagen hierzu wurden von Prof. Dr. Zieglgänsberger am MPI in München erforscht.
Bei der Mikrotherapie wird unter unmittelbarer computertomographischer Bildkontrolle hoch steril eine gezielte Medikamenteneinspritzung im Wirbelsäulenereich gesetzt.

  • exakte Lokation im CT
  •  Bandscheibenvorfall, der auf den Spinalnev drückt
  •  Bandscheibenvorfall, der auf den Spinalnev drückt

Da sich hier das sehr empfindliche Rückenmark bzw. die Nervenwurzeln befinden, bieten CT-gesteuerte Injektionen ein hohes Maß an Sicherheit. Durch eine gezielte Verabreichung eines Lokalanästhetikums im Bereich der Nervenwurzel (PRT = Periradikuläre Therapie) oder an den Facettengelenken (FGI = Facettengelenksinjektion) kann der Ort des Schmerzgeschehens ganz gezielt mit einer Punktionsnadel angesteuert werden.

  • CT-Bilder mit Punktionsnadel

Ziel ist hierbei die langfristige Beeinflussung des sog. Schmerzgedächtnisses (Schmerzlinderung, Herabsetzung der Nervenerregbarkeit) sowie Entzündungshemmung und lokale Durchblutungssteigerung (Prof. Dr. Zieglgänsberger, Prof. Dr. Gerbershagen). Durch die Wirkung des Lokalanästhetikums werden die Aminsosäurensequenzen gelöscht, welche die Entzündungsbotenstoffe (Interleukine) genetisch exprimieren.
Es handelt sich somit nicht um einen vorübergehenden, sondern anhaltenden Effekt

Die Vorteile: Durch die punktgenaue Einspritzung sind nur sehr geringe Medikamentenmengen notwendig, durch die exakte Kontrolle der Nadel unter CT-Bildführung ist das Verfahren gegenüber herkömmlichen paravertebralen Spritzen auf der Untersuchungsliege weitaus weniger gefährlich, da sich die Position der der Nadelspitze genau darstellen lässt. Es wird ein anhaltender Behandlungseffekt erreicht.
Die Beimischung eines Kontrastmittels ermöglicht zusätzlich eine exakte Dokumentierung sowie Qualitätskontrolle des mikrotherapeutischen Verfahrens.