Lasertherapie in der Sportmedizin

LASER bedeutet in der Physik Light amplification by stimulated emission of radiation, d.h. Lichtverstärkung durch induzierte Strahlungsemission.

Der Laser ist somit ein Lichtverstärker. Ein derartiges Gerät wurde erstmals 1950 von Townes, Gordon und Zeiger in den USA entwickelt.

Laser erzeugen Licht einer einzigen Wellenlänge im Gegensatz zu gewöhnlichem Licht, das alle Farben enthält (Monochromasie). Alle Wellen verlaufen in Phase, strahlen also mit der gleichen Schwingungsperiode (Kohärenz).

Laserbündel sind schmal und streuen nicht wie gewöhnliches Licht.

Laserlicht ist swhr intensiv. In der Physik ist Intensität als Leistung pro Flächeneinheit definiert. Ein Laser, der nur wenige mWatt Leistung abstrahlt, kann wegen des Querschnitts von Bruchteilen eines mm eine sehr hohe Intensität erreichen.


Laser

Als Haupteffekt des Lasers wird das Zellwachstum und die Zellregeneration gefördert.

Die absorbierte Energie kann hierbei über unterschiedliche Mechanismen zur Wirkung kommen:

–  Stimulation der Freisetzung von anabolen Substanzen, sog. Autocoiden (Histamin, Serotonin, Bradykinin)

–  Beschleunigte Umsetzung von ADP zu ATP durch Beeinflussung der enzymatischen Reaktion in der Zelle. ATP stellt die Energiewährung in der Zelle dar.

–  Es entsteht ein photodynamischer Effekt, der den Zellkern und demzufolge das DNA-RNA-Protein aktiviert. Durch diese Faktoren nimmt die Mitosegeschwindigkeit der Zellen zu, wenn eine Zunahme des ATP in den Mitochondrien auftritt.

Erhöhung der Zellenergie ist bei pathologischen Zellen von Bedeutung, weil diese Zellen ein Energiedefizit aufweisen. Zellen, die am Wundheilungsprozess teilnehmen, haben einen hohen Bedarf an ATP, wil der Heilungsprozess einer Wunde ein stark energieverbrauchender Prozess ist.

–  Die Soft- und Midlaser beschleunigen die Umformung entzündungsfördernder Enzyme in entzündungshemmende Prostaglandine und Prostacycline. Die entzündungshemmende Wirkung des Lasers wird hierdurch verständlich.

–  Die bioelektrische Wirkung des Lasers zeigt sich zudem in einer Normalisierung des Membranpotentials. Der Laser beeinflußt hierbei direkt die Ionenbeweglichkeit an der Membran und verhindert die Weiterleitung des Aktionspotentials entlang der Nervenzellen.

–  Ferner besitzt der Laser nach Prof. Inyuschin auch eine recht komplizierte bionenergetische Wirkung.

–  Zudem wird die Mikrozirkulation des Gewebes verbessert: Ein optimaler lokaler Stoffwechsel zugunsten einer Zunahme der Nährstoffe und des  Sauerstoffes, führt zu einer Elimination kataboler Substanzen. Ferner werden vermehrt humorale und zelluläre Abwehrstoffe gebildet, was die entzündungshemmende Wirkung der Laser-Strahlen zusätzlich erklärt.

– Direkte Stimulation der Akupunkturpunkte durch Energieabsorption

Zusammenfassend wirkt die Laserbestrahlung somit:

–  analgetisch

–  biostimulatorisch

–  entzündungshemmend

–  antiödematös

Dies erklärt die positiven Stoffwechseleffekte bei chronisch-degenerativen Beschwerden, wie sie z.B. in der sportmedizinischen Praxis täglich auftreten.


Nahaufnahme der Lasertherapie

Wir verwenden daher den LASER bei folgenden sportmedizinischen Krankheitsbildern:

–  Ansatzsehnenentzündungen und Schleimbeutelentzündungen am Schulter-, Ellbogen-, Hand-, Hüft-, Knie- und Fußgelenk sowie den Finger- und Zehengelenken.

–  Prellungen und Verstauchungen der Gelenke

– Besonders zum Einsatz kommt der LASER bei folgenden Kranheitsbildern:

Supraspinatussyndrom, Bursitis subacromialis, Tennis- und Golferellbogen, Styloiiditis radii/ulnae, Patellaspitzensyndrom, Achillodynie, Achillessehnenansatzbeschwerden, oberer und unterer Fersenspor, Daumen- und Fingergelenksarthrosen und insbesondere mit sehr guter Wirkung bei schlecht heilenden Wunden (z.B. Ulcus cruris) sowie beim M. Osgood-Schlatter und der Apophysitis calcanei im Jugendlichenalter.